Dienstag, Oktober 17, 2006

Was tut man nicht alles für Freunde ;-)

Ich wurde doch höflich von zwei Seiten gleichzeitig um einen Gefallen gebeten. Also bitte:

5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
- einen schönen Hund, groß, aber keine langen Haare
- Talent Klavier spielen zu können
- Haus irgendwo, wo es immer warm ist
- ein Segelboot (mit Teakholz, bitte)
- Lottogewinn ;-)

5 Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:
- Sehschwäche
- Süßigkeits-ess-Bedürfnis (seit kurzem insbesondere Schokolade...)
- zu wenig Zeit für tolle Dinge hier in Genf
- Leute um mich herum, die mich nicht verstehen (und deshalb pauschal sagen, ich mache alles kompliziert...)
- Dinge, von denen ich mich nicht trennen kann, sie aber trotzdem in irgendeiner Schublade liegen, weil man sie ja bestimmt noch mal gebrauchen kann...

5 Dinge, die ich nicht habe, und auch nicht haben möchte:
- Arschgeweih
- Schlafschuhe in Pink mit Glitzer (ja, neulich bei H&M gesehen)
- Handtaschen Hündchen
- Bügelautomat
- Dauerwelle

5 Menschen, die dies schon beantwortet haben, von denen ich mir das gewünscht habe:
- Mr Buca
- Fräulein Blumé
- Herr Gubatz
- die Nacktmull-Expertin
- der (halb) Marathonläufer

:-)

Dienstag, Oktober 10, 2006

Spontanausflug in das schöne Lyon

Am Freitag Abend hatte ich ganz spontan die Möglichkeit mit 3 Mädels aus Deutschland, die auch in Genf arbeiten bzw. ein Praktikum machen, nach Lyon zu fahren.
Am Samstag morgen sollte es um 7Uhr mit dem Zug hier aus Genf losgehen und am Sonntag Abend dann zurück. Ohne sicher zu wissen, wo ich übernachten würde (da die 3 ein dreier Zimmer in einem Hotel gebucht hatten) habe ich spontan zugesagt.
Dörte, eine Freundin von mir, ist 1 Woche nach mir nach Lyon gezogen und die habe ich erstmal angetipselt und auf ihre Spontaneität gehofft und Glück gehabt :-) Also Schlafsack und Luma eingepackt und am Samstag hieß es dann um 5 Uhr aufstehen und gen Bahnhof fahren.

Auf dem Hinweg ging es dann an der Rhône entlang Richtung Lyon


Fixes Bild aus dem Zug heraus

Angekommen in Lyon war ich überrascht, wie ähnlich der Häuserstil zu Genf ist. Der gefällt mir sehr gut.


Könnte auch Genf sein :-)


Die kleinen Bordüren oberhalb der Fenster sind mir jedoch erst in Lyon aufgefallen.

Wir haben dann erstmal in einem kleinen gemütlichen Café einen Milchkaffee und ein Croissant gegessen und sage und schreibe nur 1,50 EUR pro Person bezahlt. Im Gegensatz zu Genf war das geschenkt. Dort haben wir dann erstmal grob geplant, was wir so machen wollen und dann gings los.
Erstmal rauf auf den Berg zur Kathedrale Basilique Notre-Dame de Fourvière. Sehr beeindruckend.


Sowohl von unten


als auch von innen

Und die Aussicht von dort ist atemberaubend. Leider lässt hier das Panoramabild nicht hochladen.

Und der Vollständigkeit halber, wenn auch nicht chronologisch:


bei Nacht

Wir sind viel durch Lyon gelaufen und haben eine Menge gesehen. Am Abend hatte Dörte dann auch Zeit und wir sind alle zusammen in einem gemütlichen Restaurant essen gegangen und nachdem sich die Mädels ins Hotel verabschiedet hatten, sind wir zwei noch durch die Straßen gezogen und haben uns noch ein Panaché (wie man hier das Alster nennt) gegönnt.
In Lyon gibt es übrigens recht merkwürdige U-Bahnen. Die sind ohne Fahrer. Ich hab das als recht ungewöhnlich empfunden und so ganz wohl war mir dabei nicht. Als ich dann festgestellt habe, dass die Dinger nichtmal halt machen, wenn jemand zwischen den Türen eingequetscht wird, fand ich das ganze dann eher gruselig. Also hier heißt es: Wenn es piept (übrigens recht schriller und lauter Ton) dann nicht mehr einsteigen. Und ob jetzt noch 20 Leute in die Bahn wollen und auch locker passen würden, das weiß das Geschoß nicht und schließt einfach die Türen. Ganz toll. Wir gehörten zu den glücklichen, denen am Samstag Abend die Tür vor der Nase zuschlug, und so haben wir also auf die nächste Bahn gewartet und sind dann spät ins Bett gefallen. Aber es war ein sehr netter Abend!
Am nächsten Tag früh hoch und weiter im Text.
Ich werde aber in jedemfall nochmal hinfahren, denn es gibt einige tolle Museen in Lyon und weit ist es ja wirklich nicht und noch lustiger ist, dass Dörte und ich uns im Ausland näher sind als in Deutschland :-)
Am Sonntag ging es dann wieder mit dem Zug zurück. Ich war echt platt, aber es war toll!

So und hier noch ein paar Eindrücke:
Was mir sehr gut gefallen hat, sind die Wege, die unten durch die Häuser hindurch gehen und man von einem Innenhof in den nächsten geht:



Bei dem folgenden Bild bin ich gespannt, wem was auffällt :-)




Sehr beeindruckt war ich, als am Sonntag die Sicht so gut war, dass man von der Kathedrale den Mont Blanc sehen konnte.


Wer genau hinsieht, erkennt die weiße Spitze am Himmel.

Und aus Genf konnte man den natürlich noch viel klarer sehen.


Ganz rechts der Gipfel


So, das war Lyon, Gute Nacht

Montag, Oktober 09, 2006

Die Norddeutschen und die Berge

Am Donnerstag war es soweit. Es stand eine Tour auf den Grand Salève an, einer der Berge, den ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit angucke und mir denke: Toll! Berge sind was schönes. Und wenn man oben drauf steht sowieso und wenn man drauf Skifährt erst recht :-)

Nun gut, lange Rede kurzer Sinn, von der Firma organisiert einer jeden Donnerstag nach der Arbeit das Erklettern des Grand Salève mit anschließendem Abendessen in einem kleinen Restaurant. Naja, also so schlimm kann das ja nicht werden, dachte sich die Jenny. Mir wurde geraten ein extra T-Shirt mitzunehmen, da einem doch schon warm werden kann und wir oben ja noch Essen wollten. Gut, nachvollziehbar, also eins eingepackt.
Es ging dann erstmal mit dem Auto bis zum Fuß des Berges. Der Berg ist so ca. 1200m hoch und grob geschätzt hatten wir ca. 800m vor uns.
Ich war noch guter Dinge:


Im Hintergrund der Grand Salève, wir sind aber rechts im Grünen hochgelaufen.

und habe die Paraglyder bestaunt


Wenn die landen und mit ihren RIESEN (die sind wirklich riesig!) Rucksäcken durch die Gegend laufen, sieht das echt komisch aus :-)

Nun gut, die anderen in kurzer oder zumindest recht dünner Hose, ich hatte mir gerade meinen Pulli wieder angezogen, weil es doch recht kühl war und dann gings los. Der "Weg" führt durch die Bäume nach oben. Aber nach den ersten paar Metern musste ich schon feststellen, dass es doch recht anstrengend sein kann, wenn man nur steil bergauf geht. Nach dem ersten kurzen Pause und einem schönen Ausblick auf Genf auf dem leider der Genfer See nicht zu sehen ist (der Berg ist im Weg - die Sau).



wurde dann erstmal gescherzt, dass alle ab hier nur noch rennen. Fand ich witzig - noch. Und dann gings eigentlich erst so richtig los. Im wahrsten Sinne über Stock und Stein, steil und steiler. Nach 10 Minuten dachte ich, dass ich das nie schaffen würde. Es war eine gute Stunde vorgesehen und die anderen sind wirklich regelrecht hochgerannt. Ich hechelnd hinterher. Ab und an wurde mal gefragt, ob es mir noch gut geht, ein gequältes: "Yeah, I am fine" konnte ich auch gerade noch sagen. Irgendwann gewöhnt man sich dann dran und guckt nicht alle 5 Minuten auf die Uhr, in der Hoffnung schneller anzukommen. Die Aussicht zwischendrin hat das ganze etwas angenehmer gemacht.


Auf halber Höhe

Oben angekommen war die Dämmerung leider schon recht gut zu Gange, aber es sind ein paar schöne Bilder entstanden:


Gen Westen fotografiert


Was soll man dazu noch sagen?

Im Großen und Ganzen habe ich das alles mit einem nassen T-Shirt, einer heraushängenden Zunge und sogar ohne Muskelkater (!) überstanden. Und die Aussicht hat dann auch alles wett gemacht.
Tja, und weils so schön war tu ich mir das ganze kommenden Donnerstag gleich nochmal an. Das Restaurant schließt dann nämlich bis Mai und es war wirklich sehr lecker und sehr typisch für hier. Wir sind übrigens von der Schweiz nach Frankreich gelaufen. Ist mir erst oben aufgefallen, als ich feststellte, dass die Preise in Euro sind.
Und noch etwas, was ich in Deutschland noch nie erlebt habe, hier aber sehr üblich ist. Wenn man mit mehreren Essen geht wird nachher nicht auf den Cent genau ausgerechnet wer was bezahlt hat, sondern der ganze Betrag wird durch die Anwesenden geteilt und jeder zahlt das gleiche. Egal ob man noch einen Rotwein zum Essen hatte und einen Nachtisch bestellt hat oder nicht. Oder hat das schonmal jemand gehört oder sogar selbst erlebt?
Ich finde es in jedemfall gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Sollte man nur vorher wissen.